Simply / Simplytel und EU-Roaming

Februar 2018 war ich im EU Ausland. Mir wurde aufgrund von Internetnutzung in Österreich 4,50€ Roaminggebühren berechnet. Die Bundesnetzagentur hat für Juni 2017 die Abschaffung der Roaminggebühren angekündigt.

Leider greift diese Regelung jedoch nicht für Bestandskunden wie mir Simply auf telefonische Nachfrage mitteilt. Um als Bestandskunde von der neuen Regelung zu profitieren, muss folgendes proaktiv umgestellt werden:

  1. Servicewelt Login unter https://service.simplytel.de/
  2. Mein Vertrag > Tarifoptionen > Ausland
  3. EU 100 + Internet1 deaktivieren
  • Bis zu 100 MB pro Monat im Internet surfen
  • Danach ist weiteres Surfen für max. 4,50 EUR pro 100 MB möglich

Ob das so rechtmäßig ist, wage ich zu bezweifeln. Sollte es rechtmäßig sein, muss ich konstatieren, dass der Gesetzgeber hier versagt hat. Scheinbar hat die Telkolobby das Gesetz derart durchlöchert, dass solche Schlupflöcher enthalten sind. Immer schön den Verbraucher schröpfen wo es nur geht.

Widerspruch zu der Rechnung ist eingelegt.

Anfrage an Bundesnetzagentur Verbraucherschutz 030 22480500:

  • Computer hebt ab und erklärt in mangelhafter Speech-To-Voice-Qualität welche Nummer ich drücken soll
  • nach 5 Minuten erfolgt ein automatischer Disconnect
  • dieses Spiel habe ich 3x gespielt, 3. mal dann Erfolg

Mir wird mitgeteilt: viele Provider haben nach der Gesetzesänderung geltendes EU-Recht nicht umgesetzt. Beschwerden würden gesammelt und an Provider weitergeleitet. Auf die Frage, ob in dem Bereich rechtlich gegen die Provider vorgegangen wird konnte man mir keine Auskunft erteilen.

Was für eine Farce ist das denn bitte?! Da gibt es eine Behörde mit 2,5k Mitarbeitern im Geschäftsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums. Anscheinend ist es aber vor allem ein Kuschelkurs mit den Telko Providern. Sammelklage wäre ein probates Mittel, um den Providern Kosten zu verursachen, die die Unternehmen in Zukunft zwei mal überlegen lassen, ob es so eine gute Idee ist, geltendes Recht bewusst nicht umzusetzen.

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Broken Apple #30 Apple killing Server.app

It’s fascinating to what degree Apple, on a regular basis, manages to break essential functionality for users. An example would be local contact & calendar sync from macOS to iOS which they removed in 10.9 and then added again in 10.9.2.

Now someone at marketing at Apple thought it would be wise, to just kill all core functinoality of Server.app.

apple killing server app

„This Fall, Apple plans to cease bundling the open source services (Calendar Server, Contacts Server, Messages Server, Mail Server, DNS, DHCP, VPN Server, and Websites) in macOS Server“

rly

Sorry, but I want my money back.

Thinking of switching to Nextcloud. What do others think – what’s a good CardDAV / CalDAV alternative?

 

Glyphosat im Bier: Hier die betroffenen Marken mit genauen Werte und Untersuchungsbericht des Münchner Umweltinstituts

Heute geistert eine schlecht aufbereitete Meldung durch die Medien. Bei Tagesschau, SPON und co. fehlen sämtliche Hintergrund-Infos, wie der eigentliche Untersuchungsbericht des Münchner Umweltinstituts, sowie die betroffenen Biermarken.

Hier die fehlenden Infos:

Untersuchungsbericht (PDF)

Betroffene Marken

  • Augustiner Helles 0,46 μg/l
  • Beck‘s Pils 0,50 μg/l
  • Bitburger Pils 0,55 μg/l
  • Erdinger Weißbier 2,92 μg/l
  • Franziskaner Weißbier 0,49 μg/l
  • Hasseröder Pils 29,74 μg/l
  • Jever Pils 23,04 μg/l
  • König Pilsener 3,35 μg/l
  • Krombacher Pils 2,99 μg/l
  • Oettinger Pils 3,86 μg/l
  • Paulaner Weißbier 0,66 μg/l
  • Radeberger Pilsner 12,01 μg/l
  • Veltins Pilsener 5,78 μg/l
  • Warsteiner Pils 20,73 μg/l

Die EU entscheidet demnächst darüber, ob die Zulassung des Stoffes verlängert wird. Wer aktiv werden will, kann eine Petition von BUND unterzeichnen, um Glyphosat zu verbieten und Mensch und Umwelt zu schützen.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmid, der die ganze Sache herunterspielt und pro Glyphosat (eine Erfindung von Monsanto) argumentiert ist von der CSU. Dies bitte bei der nächsten Wahl bedenken.

Und wem unklar ist, was genau Glyphosat ist, hier eine Arte Dokumentation zu dem Thema:

Broken Apple #28 Fritz!App Fon + Bose Soundlink Mini II

Heute trägt Apple keine Schuld. Ob AVM oder Bose hier nachbessern müssen ist noch zu klären. Es geht um das Zusammenspiel von

  • Bose SoundLink Mini II Bluetooth Speaker [1]
  • Fritz!App Fon v3.0.1 unter iOS [2]

Das Bose Bluetooth Mini II fungiert als Lautsprecher und eignet sich, dank integriertem Mikrofon, auch als Freisprech-Einrichtung bei Telefonaten. Von iOS wird das Gerät erkannt und bei Telefonaten über Facetime oder die native Telefonie-App klappt es auch mit der Freisprechfunktion.

Die Fritz!App Fon von AVM (der Fritz!Box Hersteller aus Berlin) kann Telefonate vom Android- oder iOS-Gerät führen. Der Witz daran ist, dass dann das Mobilgerät als Festnetz-Telefon agieren kann. Also wenn beim Telefonvertrag kostenlose Festnetz-Telefonie enthalten ist, kann man so z.B. das iPhone genau dafür verwenden. Telefoniert wird dann von der Fritzbox aus über IP-Telefonie, also WLAN-Verbindung (oder 3G/4G/LTE) zum iPhone.

Bose SoundLink Mini II.png

Das Problem

Fritz!App Fon in Version 3.0.1 schafft es nicht, eine Verbindung zum Bose SoundLink herzustellen. In der Auswahl der Tonausgabe taucht das Bluetooth Gerät zwar auf, bei Anwahl hüpft die App allerdings sofort auf die Default iOS Tonausgabe zurück.

Das ist ganz klar ein Bug der AVM Software, da es mit Facetime und nativer Telefonie-App problemlos funktioniert.

AVM: Bitte hier nachbessern. Es gibt bestimmt einen Mitarbeiter in eurem Haus, der der Entwicklungs-Abteilung sein Bose SoundLink für eine Woche leiht.

Feedback

Habt ihr es geschafft, die Fritz!App Fon mit dem Bose SoundLink zu betreiben? Falls nicht, schreibt in den Kommentaren und – ganz wichtig – gebt Feedback an AVM, damit die Firma versteht, dass hier ein Fehler in ihrer Software ist.

[1] Bose Website for Soundlink Mini II
[2] iTunes Store link to Fritz!App Fon

Broken Apple #27 – iOS 8.4 kills Home Sharing without telling users

There’s two things, Apple is really good at: 1. Making money and 2. Breaking existing functionality and workflows without informing customers.

We’ve seen this time over time and it is astonishing, Apple doesn’t take more heat from its customers. In OS X e.g., suddenly offline syncing of contacts and calendar data was gone. Users were forced into the insecure and privacy corroding cloud or use workarounds like setting up OS X server software which costs 19,99€. Functionality has returned after a fight, but oh boy was that annoying to deal with and unnecessary in the first place.

iTunes 12 Home Sharing

So, Apple did it again!

Home Sharing, a feature allowing users to share access to an iTunes library and stream that content to all iOS devices on the same WiFi, has been removed from iOS 8.4 without notice. Apple always misses the opportunity to be upfront about such things and inform users of changes in the release notes, where such things belong. While this is not the end of the world, it leaves users with a broken setup, scratching their head, why the f*** Apple just killed a great feature without telling them.

29$ Workaround

The Apple Remote.app allows you to control various iTunes libraries residing on OS X. But how do you stream the sound to your iOS device? You can buy Airfoil for your mac and then install the free Airfoil Speakers Touch iOS app (which has not been updated since 2012). This workaround is expensive, annoying to use, but it works.

Provide feedback to Apple!

If you are as annoyed as I am or have another workaround you’d like to share, do let me know in the comments. And as always: make sure to let Apple know that this move was a bad idea by sending them the following text:

Dear Apple,

I was really looking forward to the iOS 8.4 update. But after installing I discovered, that Home Sharing functionality was just gone. This is unacceptable. Whenever you do kill functionality, please do let users know, what will be missing, when they install a software update. iOS and OS X updates have become a big gamble – you never know what workflow will be broken or what key feature will be missing.

I urge you, to re-implement Home Sharing, since that is extremely useful functionality and I am severely missing it!

Thanks for listening to your customers!

Regards,

Broken Apple #24 – iPad 2 Kalender unter iOS nach Öffnen leer

Mal wieder ein schicker iOS-Bug, diesmal den Kalender betreffend. Nach dem öffnen des Kalenders auf dem iPad ist die Monatsansicht leer, obwohl dort eigentlich vorhandene Termine sind. Das Problem läßt sich beheben, indem man einen anderen Monat anwählt und dann wieder zum aktuellen Monat zurückkehrt, denn dann sind alle Termine wie gewohnt zu sehen.

Nicht kritisch und dennoch extrem nervig ist dieser Bug. Denn nachdem man zum 20x den Kalender geöffnet hat und eine leere Ansicht erhält, stört diese Kleinigkeit dann doch enorm.

Das Apple diesen Bug kennt, zeigt, dass er in iOS6 gefixt ist. Die Tatsache jedoch den Bug in iOS 5 ungefixt zu lassen und damit über 1 Jahr schlicht zu ignorieren spricht nicht gerade für Apples Kundenfreundlichkeit.

Das Apple über diesen Bug bescheid wissen mußte, zeigt folgende Diskussion in den bekannten „Apple Support Communities“ vom 17.10.2011: https://discussions.apple.com/thread/3404654?start=0&tstart=0

Schon seltsam, dass ein so großer Konzern nicht in der Lage ist, solche Fehler kurzfristig zu beheben. Aber wahrscheinlich sieht Apple alle ungefixten iOS 5 bugs als Update-Argument, um die User auf iOS 6 zu bringen.