Broken Apple #28: Apple entfernt Bewertungssystem für macOS 10.12 Sierra im MacAppStore

OS X ist tot, lang lebe macOS.

So oder so ähnlich stellt sich Apple das renaming seines Betriebssystems vor. Kundenbewertungen sind vor allem dann wichtig, wenn ein neues Betriebssystem auf den Markt kommt.

Doch genau dieses Bewertungssystem hat Apple aktuell deaktiviert und zwar für genau eine einzige Software: macOS Sierra.

Wie immer ist von Apple keine Stellungnahme erhältlich. Auf Nachfrage wird das Problem bestätig ohne weiteren Kommentar. Das Problem ist seit dem 22.09.2016 gemeldet und auch an Apples Techniker durchgeleitet.

Heute werden in der Übersicht gar keine Bewertungs-Sterne angezeigt, gestern wurden im deutschen Store 100 Bewertungen mit im Durchschnitt 4 1/2 Sternen angezeigt. Weder gestern noch heute waren allerdings auf der Detailseite zu macOS Sierra irgendwelche Bewertungen zu finden. Eine Möglichkeit Bewertungen abzugeben fehlte ebenfalls.

Das hier ein Missgeschick vorliegt, halte ich für unwahrscheinlich. Dazu ist Sierra für Apple aktuell zu wichtig. Also muss man von Absicht ausgehen. Und wenn ein Hersteller für seine derzeit wichtigste Software das für andere obligatorische Bewertungssystem deaktiviert, weiß man auch was die Stunde geschlagen hat.

Sehr enttäuschend von Apples Seite.

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Julian Heissler mit seltsamem Wikileaks-Artikel auf Tagesschau.de

Der Artikel von Julian Heissler, der 12.08.2016 11:32 auf Tagesschau erschien hat mich stark verwirrt. Ein paar Details möchte ich genauer beleuchten.

Heissler zitiert Daniel Domscheit-Berg:

Wer heute noch bei WikiLeaks landet um etwas öffentlich zu machen, der verfolgt damit bestimmte Ziele. Mit einem moralischen Anspruch hat das meist nichts mehr zu tun.

Das Zitat und auch die zitierte Person sollten wir anschauen. Wer auf der politischen Bühne agiert als Politiker oder Aktivist, wird immer eine Agenda haben. Das ist wenig überraschend. Und auch Whistleblowing wird immer ein Ziel verfolgen. Whistleblowing findet immer im Spannungsfeld zwischen Moral, Agenda der Leaking-Plattform sowie der Frage der Inhaltlichen Aufbereitung und / oder Redigierung statt.

Daniel Domscheit-Berg ist ein intelligenter Mensch, der gute Gründe hatte bei Wikileaks auszusteigen. Festzuhalten ist aber auch, dass er mit seiner Leaking Plattform OpenLeaks[1] gescheitert ist. Wer weiß, vielleicht ist er ja Mitarbeiter beim Zeit / Sueddeutsche / Spiegel-Verbund, die des öfteren einige Leaks veröffentlich haben. Dort haben leider oft die Daten gefehlt und es wurden nur wenig Teile des Datensatzes veröffentlicht. Da ist Wikileaks radikaler. Berechtigte Kritik bleibt, wenn das Redigieren komplett ausbleibt, wie Edward Snowden zu recht in seinem Tweet vom 28.07.2016 22:21h moniert.

Interssant finde ich die Kritik, dass Wählerdaten aus der Türkei veröffentlicht wurden. Diese Veröffentlichung ist sicher in Frage zu stellen. Aber leider vergisst Herr Heissler die entscheidende Frage: Wie kann es sein dass so viele Wählerdaten weltweit geleakt werden? Ebenso, wieso werden solche Daten per Email Pateiintern durch die Gegend gesendet? Und wer hatte demzufolge bereits vor der Veröffentlichung schon Zugang? Da die Daten unverschlüsselt verschickt wurden schon mal BND und NSA – juchuu. Hier ein paar Wählerdaten-Leaks der letzten Zeit:

  • 2015-12-28: 191 Mio. Datensätze zu US Wählern [2]
  • 2016-01-03: 56 Mio. Datensätze US Wähler [3]
  • 2016-04-21: 93,4 Mio. Datensätze aller mexikanischen Wähler [4]
  • 2016-04-22: 55 Mio Datensätze philippinischer Wähler [5]

Nun kommen wir zu meiner Kritik an Tagesschau.de und Julian Heissler: Die Entscheidende Frage, wie es sein kann, dass solche massiven Datensätze an die Öffentlichkeit gelangen, wird nicht gestellt.

Eines muss ganz klar sein: Daten sind immer so sicher, wie die Security mit der sie behandelt werden. Und wie wir an zwei illustrativen Beispielen, Sony Hack 2014 [6] und den Bundestags Hack 2015 [7], gelernt haben, ist Security ein kompliziertes Geschäft. Auch hier hat jeder Player eine Agenda.

Doch die entscheidende Frage wird nicht gestellt: Wie kann es denn dann der richtige Weg sein, Daten immer mehr zu zentralisieren und auf verdachts-unabhängige Vorratsdatenspeicherung zu setzen, de fakto Video-Vollüberwachung in allen öffentlichen Verkehrsmitteln sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr zu haben, Kameras an öffentlichen Plätzen mit Zoom-Fähigkeiten, dass selbst Inhalte von Mobiltelefonen auf dem Bildschirm mitgelesen werden können, massenweise Funkzellen-Abfragen der Polizei bei Demonstrationen, Kennzeichenerfassung durch Mautbrücken, den BND auf den Internet-Knotenpunkten wie DE-CIX sitzen zu haben, und so weiter und so fort.

Und die zweite entscheidende Beobachtung die keinerlei Erwähnung findet: Als Journalist sollte man sich bei Unzufriedenheit mit Wikileaks doch zügigst an die eigene Nase fassen und überlegen, was es für Alternativen gibt. Die Leaking Plattform von DDB ist es schon mal nicht. Zwar haben einige wenige Zeitungen die Option, ihnen sicher Informationen zu übermitteln, doch bei Tagesschau ist mir eine solche Möglichkeit nicht bekannt. Ebenso gibt es keine Redakteurs-Übersicht auf tagesschau.de. Es ist ja nett dass Herr Heissler seinen Twitter-Handle beim Artikel angibt (was in US, UK und auch weitere Medien schon seit Jahren üblich ist), aber wo ist sein OpenPGP Key? Wie soll man ihn sicher kontaktieren?

Noch ein Zitat von DDB:

Den Neutralitätsanspruch habe WikiLeaks zudem offensichtlich aufgegeben. Anfangs habe man noch fast jeden Tag neue Dokumente veröffentlicht, heute konzentriere sich die Seite hingegen vor allem darauf, mit ihren Publikationen Einfluss auf politische Prozesse zu nehmen. „Es ist ja kein Zufall, dass die E‐Mails der Demokraten kurz vor Beginn des Parteitags veröffentlicht wurden“

Auch hier gilt: es gehört zum Geschäft, dass jeder Player auf dem Nachrichten-Markt versucht, seine Meldungen möglichst wirksam zu platzieren. Das liegt in der Natur der Sache. Finde ich wenig verwunderlich. Wie man daraus den Schluss ableitet, dass ein Neutralitätsanspruch aufgegeben wurde ist mir unklar. Sidenote: kann es einen Neutralitätsanspruch in diesem Tätigkeitsfeld geben?

Das Spiel geht übrigens auch andersherum: Burying – wichtige Entscheidungen werden auf große Sportereignisse gelegt und so die geringe Aufmerksamkeit ausgenutzt, um Entscheidungen durchzudrücken. Eine Instanz die diese Disziplin perfektioniert hat ist der deutsche Bundestag. So wurde während das EM Halbfinale Deutschland – Italien lief in unter einer Minute ein Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens in 2. und 3. Lesung beschlossen. Damals ging es auch darum, ob Meldedaten an Firmen verkauft werden dürfen. Das Video zur Abstimmung ist sehenswert. [8]

Der Artikel von Heissler endet mit den bekannten Vergewaltigungs-Vorwürfen gegen Assange. Diese will ich nicht verharmlosen, allerdings sollte man fairerweise mal darauf eingehen, unter was für Bedingungen Assange seit 2012 bis aktuell August 2016 leben muss. Eine Befragung durch die schwedische Justiz per Video hatte er von Anfang an angeboten. Dass dieses Angebot nicht angenommen wurde, legt durchaus nahe, dass hier ein politischer Prozess geführt wird. Man braucht nicht paranoid zu sein, um hier zu unterstellen, dass es evtl. um etwas anderes als nur die Befragung geht.

Schweden hat sich auch bei der Festnahme von Gotfried Svartholm aka Anakata in Kambodscha durchaus erfinderisch gezeigt. Mit Kambodscha gab es kein Auslieferungs-Abkommen. Wenige Tage nach der Festnahme gab es einen Kredit von 59 Mio. Dollar Entwicklungshilfe an Kambodscha. [9] Diplomacy so easy.

Heissler schließt seinen Artikel

Seine Anhänger sehen die Vorwürfe gegen Assange als Verschwörung, …

Wie? Also entweder ich bin Medienhasser und sehe in jeder Kritik an Assange eine Verschwörung oder ich muss Wikileaks blöd finden? Genau diese undifferenzierte Polarisierung ist es doch, die Phänomene wie Trump erst ermöglicht. Lernt man das nicht auf der Journalisten-Schule Herr Heissler?

Es ist trauig zu sehen, wie sich die Medienlandschaft in Deutschland entwickelt. Und traurig ist auch, dass ich solche Artikel mit meiner GEZ-„Abgabe“ mitfinanziere.

Unterm Strich bleibt ein Geschmack von „Wikileaks diskreditieren“. Anscheinend gibt es für die Medien nur glamoröse Gewinner oder niederträchtige Verlierer. Das war übrigens schon mit der Piratenpartei so. Erst hoch gelobt und dann in Grund und Boden geschrieben. Die Kurve ist oft ähnlich.

Einen deutlich differenzierteren, ebenfalls kritischen Artikel zum Zustand von Wikileaks in 2016 findet man bei The Intercept von Robert Mackey: What Julian Assange’s War on Hillary Clinton Says About WikiLeaks [10].

The Intercept zeigt dann auch, wie ein modernes Journalisten-Profil auszuschauen hat: https://theintercept.com/staff/robertmackey/ Das Profil von Robert Mackey enthält die vollständige bisherige Laufbahn aus der man als Leser eine mögliche Agenda ableiten kann. Neben direktem Mailkontakt zum Journalisten sowie Twitter-Handle ist hier ebenfalls der OpenPGP Fingerpring + Public key im Profil enthalten. Als Sahnehäubchen gibt es eine Securedrop Möglichkeit um The Intercept anonym und verschlüsselt Informationen zukommen zu lassen. [11]

Tagesschau und Journalisten wie Julian Heissler können noch viel lernen von The Intercept. Genau so wird der Weg in Zukunft ausschauen: die eigene Agenda Transparent vorhalten und als Disclaimer vorabstellen. Denn es gibt keine Menschen ohne eigene Agenda. Und dass Journalisten sich darüber beschweren, dass andere eine Agenda haben, zeigt nur die eigene Unreflektiertheit. Hinter dem Artikel von Herrn Heissler steht eine ganz klare Agenda und ich bin verwundert, dass sich die öffentlich Rechtlichen für eine solche hergeben. Da hätte ich mir mehr Recherche-Kompetenz erhofft.

[1] OpenLeaks

[2] Dissident on Databreaches.net 2015-12-28

[3] Dissident on Databreaches.net 2016-01-03

[4] Chris Vickery 2016-04-22 on Youtube

[5] James Tamperton on Wired.com 2016-04-22

[6] WP: Sony Pictures Entertainment Hack

[7] Tomas Rudl – Rätselraten um Angriff auf Bundestags-Netz, Netzpolitik.org 2015-05-21

[8] Abstimmung Bundestag 2012-06-28

[9] WP Gotfried Svarthold – Verhaftung in Kambodscha

[10] Robert Mackey – What Julian Assange’s War on Hillary Clinton Says About WikiLeaks, 2016 Aug 6th, The Intercept

[11] The Intercept – Profil von Robert Mackey

Glyphosat im Bier: Hier die betroffenen Marken mit genauen Werte und Untersuchungsbericht des Münchner Umweltinstituts

Heute geistert eine schlecht aufbereitete Meldung durch die Medien. Bei Tagesschau, SPON und co. fehlen sämtliche Hintergrund-Infos, wie der eigentliche Untersuchungsbericht des Münchner Umweltinstituts, sowie die betroffenen Biermarken.

Hier die fehlenden Infos:

Untersuchungsbericht (PDF)

Betroffene Marken

  • Augustiner Helles 0,46 μg/l
  • Beck‘s Pils 0,50 μg/l
  • Bitburger Pils 0,55 μg/l
  • Erdinger Weißbier 2,92 μg/l
  • Franziskaner Weißbier 0,49 μg/l
  • Hasseröder Pils 29,74 μg/l
  • Jever Pils 23,04 μg/l
  • König Pilsener 3,35 μg/l
  • Krombacher Pils 2,99 μg/l
  • Oettinger Pils 3,86 μg/l
  • Paulaner Weißbier 0,66 μg/l
  • Radeberger Pilsner 12,01 μg/l
  • Veltins Pilsener 5,78 μg/l
  • Warsteiner Pils 20,73 μg/l

Die EU entscheidet demnächst darüber, ob die Zulassung des Stoffes verlängert wird. Wer aktiv werden will, kann eine Petition von BUND unterzeichnen, um Glyphosat zu verbieten und Mensch und Umwelt zu schützen.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmid, der die ganze Sache herunterspielt und pro Glyphosat (eine Erfindung von Monsanto) argumentiert ist von der CSU. Dies bitte bei der nächsten Wahl bedenken.

Und wem unklar ist, was genau Glyphosat ist, hier eine Arte Dokumentation zu dem Thema:

Was ist los mit Generalbundesanwalt Harald Range

Druck von Aussen oder schlicht fehlende Kompetenz? Ich habe nichts persönlich gegen Herrn Range, nur darf es nicht sein, dass solch ein Mensch eine so wichtige Behörde leitet. Peinlich für die BRD. Statt Range könnte man wohl einen Roborter an dessen Stelle setzen, der dann die vorformulierten Antworten abspult.

Ist Ranges genüßliches schmunzeln bei 4:30 bzgl. „Journalisten die Infos rausgegeben haben“ schon ein Wink zu der am 30.07.2015 gestellten Strafanzeigen gegen Markus Beckedahl und Andre Meister von Netzpolitik.org? Die Antwort auf die Frage, ob Snowden befragt werden soll, lohnt es zu transkribieren (ab 4:10) :

Das steht im Augenblick nicht zur Debatte. Wir sind dabei mit (sic) im Rahmen unseres Konzeptes durch Zeugenvernehmungen zunächst einmal in Deutschland und durch weitere Ermittlungen auch die Dokumente mal versuchen in Augenschein zu nehmen, die Herr Snowden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat, allerdings nur über Journalisten, die sie auch nicht ohne weiteres bis jetzt herausgegeben haben.

What the fuck? Wer das nun verstanden hat äußere sich bitte in den Kommentaren. Wir zumindest werden nicht schlau daraus.

Er will die Snowden Dokumente begutachten. Aber einschränkend fügt er hinzu, dass Dokumente nicht öffentlich gemacht wurden und damit zur Verfügung stünden. Warum fragt er nicht Snowden nach den Dokumenten oder Glenn Greenwald? Und was hindert ihn daran, die Dokumente die bereits öffentlich sind für seine Ermittlungen in Betracht zu ziehen? Davon gibt es mehr als genug. Ich spare mir hier eine Verlinkung, um nicht im Gefängnis zu landen (ah Einschüchterung funktioniert).

Ich versuche mich nun mal zu beruhigen, nehme die Zähne wieder aus der Tischkante und trinke einen Tee. Dann schaue ich mir an, wieviele Tage Harald Range noch im Amt bleibt.

Heute ist es immerhin schon 1 Tag, den er geschafft hat. Glückwunsch dazu.

UPDATE 2015-08-01: Die Einschüchterung wirkt nicht nur hier, sondern auch bei Tagesschau.de. Kai Gniffke lehnt ein Einstellen der fraglichen Dokumente bei Tagesschau.de ab.

Also haben wir heute geprüft, ob wir die beiden Dokumente, die netzpolitik.org veröffentlicht hat, nicht nur verlinken, sondern auch direkt bei uns auf die Seite nehmen. Als Akt der Solidarität. Als Zeichen dafür, dass wir es unerhört finden, dass man sich genau das Portal aussucht, hinter dem man die geringsten juristischen Widerstände vermuten kann. Deshalb gehört unsere Solidarität Markus Beckedahl und seinem Team. Tatsächlich haben mir Juristen davon abgeraten, die Dokumente bei uns einzustellen.

„This Ain’t California“ oder „This Is Serious Bullshit“

Habe mich wahnsinnig über diese angebliche Dokumentation geärgert. Auf der Diskussionsseite der dt. Wikipedia zu dem Film „This Ain’t California“ ist folgender Beitrag zu finden dem ich voll zustimme und den ich hier übernehme:

Gerade den Film gesehen. Ist Denis Panicek nun fiktiv oder nicht? In diesem Interview findet man folgende Aussagen des Regisseurs [1]:

Gab es Denis Paraceck und hat er all das erlebt, was er im Film erlebt?
Ronald Vietz: Ja, ich habe ihn mehrmals getroffen und interviewt.

Und Martin Persiel ergänzt:

Aber wir haben uns nichts aus den Fingern gesogen, wir haben immer alles recherchiert und dann stimmig eingepackt.

Dann fehlen im Abspann die Namen der Schauspieler und am Anfang der Hinweis, dass es eine fiktive Geschichte ist. Das finde ich alles schon mehr als fraglich und es sollte im Artikel reflektiert werden.

Schließlich stellte sich heraus, dass selbst der Rahmen der Geschichte frei erfunden war: Die Bundeswehrbestattung des Rekruten Panicek sowie die Trauerfeier seiner alten Freunde, die sich um ein Lagerfeuer in einer noch nicht vom Immobilienmarkt erschlossenen Industriebrache versammeln. Denis Panicek, den Skater, hat es nie gegeben.

schreibt die Welt. [2]

Entschuldigung – das grenzt an Vorspiegelung falscher Tatsachen, wenn dann behauptet wird mit dieser nicht existenten Person habe man sich getroffen und fleißig Recherche betrieben. Dass dieser Film bei der Berlinale auch noch einen Preis abräumt, tja, da zeigt sich lediglich, dass die Berlinale Jury hier wohl übereifrig einen Preis an ein heimisches Filmteam vergeben wollte. Peinlich.
Ob es Absicht ist, dass der Name Denis „Panik“ Paraceck / Denis Panicek im Wikipedia-Artikel verdreht wird? Die Verwirrungs-Taktik scheint aufzugehen, im Netz finden sich noch weitere Varianten.

[1] http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/filmbildung/142345/interview-mit-marten-persiel-und-ronald-vietz
[2] http://www.welt.de/print/welt_kompakt/vermischtes/article120358706/Der-Skater-den-es-nie-gab.html

O2 fährt Alice gegen die Wand

Im Grunde bin ich schon ne Weile halbwegs zufriedener Alice Kunde. HanseNet hat die Marke Alice im Juni an O2 verkauft.

Im Juni 2010 gab der neue Eigentümer, vertreten durch den O2-Deutschland-Chef Rene Schuster, bekannt, dass die Marke „Alice“ in den nächsten zwei Jahren vom Markt verschwinde und mit O2 verschmolzen wird. [Wikipedia: HanseNet > Marke Alice]

Dies scheint man nun mit bundesweiten Störungen etwas forcieren zu wollen. Zumindest ist am 15.08.2012 Alice Telefonie bundesweit down. Der Kundenservice ist das unfreundlichste was ich seit langem erlebt habe (nachdem ich in letzter Zeit einige Positiverfahrungen gemacht hatte und schon ganz irritiert war, was denn nun los ist).

Hier das Gespräch mit dem Kundenservice:

„Guten Tag, ich habe eine Frage zu folgender Kundennummer xxxxxx.“

Geht es da um einen Alice-Anschluss?

Ja.

Da kann ich ihnen nicht weiterhelfen. Wir haben eine interne Störung und können nicht zur Alice-Abteilung durchstellen. Darf ich sonst noch was für sie tun?

Naja, o2 hat Alice gekauft und ich bin beim o2 Customer Support. Sie könnten mir erklären, warum ich nicht telefonieren kann.

Dazu kann ich ihnen nichts sagen. *click* (legt auf)

Nicht schlecht. Ich sehne mich zurück nach der Zeit, als noch echte analoge Anschlüsse verkauft wurden für Telefonie, die dauerhaft ohne Probleme funktioniert hat. Erstaunlich wie es die Wirtschaft packt, uns diesen Schrott als Fortschritt zu verkaufen.

Broken Apple #21 – Apples wahres Gesicht

Grad über ein Video gestolpert. Es ist so unglaublich, dass ich es verlinke:

Phil Schiller im Interview mit Benjamin Cohen von Channel 4 News, 2007. Der Reporter fragt nach der Verknüpfung zwischen iTunes und iPhone. Apple will aber lieber die auswendig gelernten Hooklines platzieren.

Nicht wirklich überraschend, dennoch eine interessante Demaskierung. Und erstaunlich wie hörig Phil auf die PR-Leute von Apple reagiert.